Der Innenminister und seine Berufsorientierung

Am 30. und 31. Mai 2017 haben sich rund 4500 Schülerinnen und Schüler aus Kiel und den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön auf der Nordjob-Messe Kiel über die Möglichkeiten zum Berufseinstieg informiert. (Sendetermin: 03.06.2017)

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"Das Besondere an der Nordjob sind auf jeden Fall die terminierten Gespräche", sagt Projektleiterin Michaela Brüggert im Kiel FM Interview. "Die Schüler sehen dann ganz genau, wann sie bei wem einen Termin haben." Im Takt von zwanzig Minuten wechseln die Schüler ihren Gesprächspartner. Jeder Schüler hat bereits mehrere Monate vor der Messe die Möglichkeit, Gespräche zu wählen. Bis zu vier seiner Gesprächswünsche werden erfüllt - bei 4500 Teilnehmern eine organisatorische Meisterleistung.

Die Nordjob startete im Jahr 2002 mit 24 Ausstellern - 2017 waren es bereits 108. Das freut auch Innenminister Stefan Studt, der in den letzten Jahren der Nordjob aus Interesse immer einen Besuch abgestattet hat. "Wir alle wissen, dass wir in einer Situation sind, wo wir in allen Gewerbezweigen viele Nachwuchskräfte brauchen", so Studt im Kiel FM Interview. "Und wenn man sieht, dass die Schülerinnen und Schüler sich jetzt vor ihrem Abschluss hier orientieren, erste Gespräche führen, einfach mal schauen können, was der richtige Ausbildungsberuf oder das richtige Studienfach ist, dann ist die Nordjob immer wieder ein tolles Erlebnis."

Stefan Studt selber hatte nach seinem Schulabschluss nach eigenen Angaben noch keinen konkreten Plan. "Ich bin zwei Jahre zur Bundeswehr gegangen bin. Dann habe ich Jura studiert, ohne richtig zu wissen, was ich damit machen sollte", sagt er. Während des Jurastudiums entdeckte er schließlich seine Leidenschaft für die Rechtswissenschaften und fand den Weg in die Steuerverwaltung.
 

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