E-Tickets: Busfahren 2.0

Sendetermin: Kiel dreht auf 07. Januar 2017
 

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Bereits bis zum Jahr 2019 sollen in fast allen deutschen Städten Fahrkarten im Öffentlichen Personennahverkehr aus Papier durch elektronische Tickets ersetzt werden, meldet die FUNKE-Mediengruppe am 06. Januar 2017. Dafür fördert das Bundesverkehrsministerium 2017 und 2018 bundesweit zwölf noch auszuwählende Projekte mit insgesamt sechzehn Millionen Euro.
Auf lange Sicht sollen die einzelnen Ticketsysteme verschiedener Verkehrsbetriebe auch miteinander verknüft werden, sodass es möglich wäre, mit einem elektronischen Busticket aus Kiel auch beispielsweise in München den Bus zu nutzen.


Bild: Bus der KVG am Bootshafen

Kiel dreht auf hat Andrea Kobarg, Pressesprecherin der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG), um eine Stellungnahme zum Thema E-Tickets gebeten. Frau Kobarg kritisiert zunächst die Meldung der FUNKE-Mediengruppe, da sie inhaltlich nicht stimme und "mehrere Sachverhalte miteinander vermische", die miteinander "eigentlich gar nichts zu tun haben".

Die Aussage, dass es ab 2019 keine Papierfahrscheine mehr geben soll, sei seitens des Bundesverkehrsministeriums nicht getroffen worden, "weil das auch völliger Unsinn ist", so Kobarg. Die genannte Summe von 16 Millionen Euro für ein weitestgehend flächendeckende deutschlandweites E-Ticket-System sei "vollkommen unrealistisch".